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Grußworte 2011

Liebe Plauer Bürgerschaft, Liebe Gäste aus Nah und Fern!

Zum 15. Mal ist es dem Unabhängigen Bürgerverein Plaue zusammen mit vielen Unterstützern gelungen, den Plauer Fischerjakobi zu organisieren. Der Festumzug und unsere Festschrift stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Plauer Gewerbe – gestern und heute“.

Bei diesem Motto ist zuerst darauf hinzuweisen, dass unsere Fischer 2011 auf 275 Jahre Fischerinnung zurückblicken. Allerdings sind heute von ehemals 32 Fischerfamilien nur noch vier verblieben. Die Plauer Fischereiausstellung am Margaretenhof gibt einen Einblick in das harte Berufsleben der Fischer in den vergangenen Jahrhunderten. Auch wenn sich die Arbeitsbedingungen in den letzten 50 Jahren verbesserten, ist die Fischerei ein hartes, anstrengendes Gewerbe geblieben, denn man muss jederzeit, unabhängig vom Wetter, auf das Wasser. Trotzdem ist es schön, dass man heute erkennen kann, dass auch in der nächsten Generation der Fischerfamilien dieses Handwerk in Plaue erhalten bleibt. In Plaue, der Kleinstadt der Fischer und Schiffer, waren früher auch alle anderen Gewerbe vertreten, die zum täglichen Leben notwendig sind. Diese Gewerbevielfalt hat in den letzten 20 Jahren leider abgenommen, weil die Bedürfnisse andere geworden sind. Aber hier könnte bald wieder ein Wandel eintreten. Es sind Engpässe zu befürchten bei der künftigen Suche nach einem echten Handwerker, der sein Fach versteht. Das beginnt mit dem Bäcker, der das Brot ohne Konservierungsstoffe mit Mehl von der Mühle aus dem Nachbarort backt, geht weiter mit dem Fleischer, der noch ein gut abgehangenes Stück Fleisch verkauft und setzt sich fort beim Tischler, Elektriker, Installateur bis hin zur Schneiderin, die Kleider oder Anzüge noch eigenhändig herstellen oder ändern kann. Die Bedürfnisse werden sich erneut ändern und dann werden gute Handwerker gebraucht. In Plaue könnte manches traditionelle Handwerk wieder eine Heimat finden. Ist es schwierig für junge Leute, einen traditionellen Handwerksberuf zu erlernen? Ist ein Handwerksberuf heute eine sinnvolle Alternative zu Jobs in der Industrie oder den neuen Medien? Mit Sicherheit! Mit Mut und Selbstvertrauen, mit dem Wunsch, vielleicht selbständig erfolgreich zu werden, kann Handwerk eine gute Zukunft bedeuten.

Die Plauer Bürger sind dafür bekannt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Das beste Beispiel ist der Plauer Fischerjakobi. Ich bin mir sicher, dass der Festumzug zu einer Leistungsschau des Plauer Handwerks und Gewerbes und gleichzeitig zu einer Werbung für traditionelle Berufe wird. So kann bürgerschaftliches Engagement vielleicht auch die Entwicklung des Plauer Gewerbes unterstützen.

Für die drei Tage Fischerjakobi wünsche ich Ihnen Spaß und Freude.

Ihre Ortsvorsteherin
Dr. Lieselotte Martius

Liebe Plauerinnen und Plauer, sehr geehrte Gäste des Plauer Fischerjakobi

5 10 15! Diese Folge der Zahl 5 steht symbolisch über dem diesjährigen Plauer Fischerjakobi. Es ist der 15. Plauer Fischerjakobi. Seit 10 Jahren führt Annemarie König das „Restaurant und Café am Stern“ und seit 5 Jahren Peter Koppenhagen den REWE-Markt in Plaue. Der Markt, das Café und der Plauer Fischerjakobi haben in diesem Jahr also besondere Geburtstage. Das war für uns beide Grund genug, die uns angetragene gemeinsame Schirmherrschaft anzunehmen.

Es passt zum Motto des Festumzuges, dass in diesem Jahr zwei Gewerbetreibende die Schirmherrschaft übernehmen. „Handel, Gewerbe und bürgerschaftliches Engagement für Plaue“ lautet dieses Motto. Handel im REWE-Markt, mit Gewerbe ist die Tätigkeit im Café zu beschreiben und bürgerschaftliches Engagement lässt der Fischerjakobi-Veranstalter, nämlich der Unabhängige Bürgerverein Plaue, schon seit Jahren erkennen.

Die Zahlenfolge 5 10 15 steht in ihrer mathematischen Regelmäßigkeit aber auch für die Kontinuität, in der sich Plaue in den letzten 15 bis 20 Jahren entwickelte. Vor 15 Jahren wurden die Plauerinnen und Plauer noch belächelt, wenn sie von einer eigenen touristischen Entwicklung des Ortes sprachen. Heute kann man dagegen nur staunen, wenn man die ständig steigende Zahl von Besuchern sieht, die Hotels, Pensionen, Anlegestellen und den Campingplatz besuchen. Sie alle sind in Plaue herzlich willkommen. Wir bemühen uns, dass es ihnen jeden Tag noch ein bisschen besser gefällt. Der Tourismus ist hier zu einem wesentlichen Faktor der Ortsentwicklung geworden. Wir beide sind stolz darauf, dass wir an dieser Entwicklung teilhaben können. Stellvertretend stehen wir für die vielen Plauer Gewerbetreibenden, die durch ihre tägliche Arbeit und manch zusätzliche Initiative gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern Plaue zum attraktivsten Ortsteil von Brandenburg an der Havel machten. Wir beide arbeiten gern hier und wir bleiben hier. Gemeinsam lassen sich hier in Plaue noch viel mehr Ziele erreichen. Es ist schön, dass wir mitwirken dürfen. Wir wünschen allen einen frohen 15. Plauer Fischerjakobi. Wir laden die Brandenburger, die Kirchmöseraner, die Wusterwitzer und alle anderen zum Fest ein und freuen uns auf viele angenehme Begegnungen in den kommen drei Tagen.

Annemarie König
Restaurant und Café am Stern
Schirmherrin des 15. Plauer Fischerjakobi

Peter Koppenhagen
REWE-Markt OIHG
Schirmherr des 15. Plauer Fischerjakobi